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Zum Ende der Seite springen Umleitung Archeloos-Fluss abermals gestoppt 2 Bewertungen - Durchschnitt: 10,002 Bewertungen - Durchschnitt: 10,002 Bewertungen - Durchschnitt: 10,002 Bewertungen - Durchschnitt: 10,002 Bewertungen - Durchschnitt: 10,00
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H. Eikamp H. Eikamp ist männlich



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Umleitung Archeloos-Fluss abermals gestoppt Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Mit Hinweis auf unsere Forumsbeiträge unter [ Umleitung des Acheloos-Flusses ] berichtet die GZ (21.06.2013), dass auch der 4 Antrag zur Umleitung des Flusses wiederum vom Gericht gestoppt wurde – und das ist gut so!

„Mit rund 220 Kilometern Länge ist der Acheloos der zweitlängste Fluss Griechenlands. Er entspringt am Berg Lakmos im Pindos-Gebirge und durchfließt die Regionen Epirus, Thessalien und Westgriechenland, wo er in der Nähe von Messolongi in das Ionische Meer mündet. Auf seinem Weg zum Mündungsdelta wird der Fluss mehrmals gestaut und trägt damit zur Elektrizitätsgewinnung aus Wasserkraft bei. So bilden sich der Stratos-Stausee, der Kremasta-Stausee als größter Stausee Griechenlands und der Kastrakiou-Stausee. Seine Zuflüsse Agrafiotis, Tavropos und Trikeriotis münden in den Kremasta-Stausee und der Inachos in den Kastrakiou-Stausee. Bis Stratos ist der Acheloos schiffbar.
Durch die Anschwemmungen des Flusses bildete sich im Mündungsbereich eine weitläufige Ebene, die sogar einige der früheren Echinaden-Inseln einschließt. Diese Flächen werden landwirtschaftlich genutzt. In unmittelbarer Nähe des Meeres befinden sich Dünen, Salzsteppen und Wälder.
Der ursprüngliche Name des Acheloos war “Thoas”, aber auch unter dem Namen “Inachos” war der Fluss im Laufe der Geschichte bekannt. Während des Mittelalters trug er den Namen “Aspropotamos”. Als Grenzfluss zwischen den Provinzen Epirus und Achaia wurde der Acheloos während der römischen Kaiserzeit angesehen.
Einige imposante Brücken überspannen den Fluss mit seinem streckenweise sehr breiten Flussbett, so zum Beispiel die moderne Episkopi-Brücke am Kremasta-Stausee. Sie bildet gleichzeitig die Grenze zwischen den Präfekturen Evrytania und Ätolien-Arkananien. Die Episkopi-Brücke ist nach dem Kloster aus byzantinischer Zeit benannt, das in der Nähe der Brücke durch den Stausee überflutet wurde. Innerhalb des Stausees befindet sich die Einbogenbrücke Manoli aus dem 17. Jahrhundert, die völlig überschwemmt ist, wenn der Stausee Hochwasser führt und im Sommer bei niedrigem Wasserstand vollständig aus dem Wasser hervortritt“. ( Quelle: www.griechenland-abc.de ).

Über die Entwicklung des Acheloos-Deltas - Eine paläogeographisch-geoarchäologische Untersuchung zum holozänen Küstenwandel in Nordwest-Griechenland liegt auch eine Diss. der Universität Marburg (Schriever, Armin, 2007) vor, daraus die Kurzfassung:
„Im Gebiet des Acheloos-Deltas wurden 70 terrestrische Schlaghammerbohrungen abgeteuft. Zusätzlich konnte in Lagune von Etoliko aus dem Profundal ein Sedimentkern gewonnen werden. Aus den insgesamt 71 Bohrkernen wurden 80 Proben unterschiedlichen Materials mit Hilfe der Radiokohlenstoffmethode datiert. Zusätzlich zu den sedimentologischen kam als geophysikalische Untersuchungsmethode die Earth Resistivity Tomography (ERT) zum Einsatz. Die Entwicklung des Acheloos-Deltas ist nicht mit der anderer Deltas im Mittelmeerraum zu vergleichen. Der Fluss mündet weder ins offenen Meer noch in eine relativ geschützte Bucht, sondern in das Archipel der Echinaden-Inseln. Dadurch ergeben sich für die Sedimentationsvorgänge verschiedene Modifikationen, die die Genese des Deltas mitgestaltet haben. Zur Rekonstruktion des holozänen Meeresspiegelanstiegs wurden 14 Radiokohlenstoffdatierungen herangezogen, von denen 13 an Proben von küstennahen Torfen gewonnen wurden, um eine möglichst verlässliche Darstellung zu erhalten. Der Meeresspiegel zeigt einen kontinuierlichen Anstieg während des Holozäns. Damit unterscheiden sich die Ergebnisse von anderen Untersuchungen im östlichen Mittelmeerraum, die häufig einen mittelholozänen Meeresspiegelhöchststand aufweisen. Insgesamt zeichnet sich die Kurve durch einen relativ konstanten Anstieg des Meeresspiegels ab 2550 cal BC aus, dessen Rate zwischen 0,44 und 0,94 m/ka liegt. Erst ab dem späten Mittelalter (13. Jh. n. Chr.) beschleunigt sich der Anstieg deutlich auf etwa 2,40 m/ka. Die paläogeographische Entwicklung im Nordwesten des Acheloos-Deltas weist zwei besondere Aspekte auf. Zum einen hat es einen mittelholozänen Vorstoß (ca. 6000 – 4500 BC) eines Mündungsarms aus Norden gegeben. Zum anderen etabliert sich im Anschluss an diesen Vorstoß ab 4500 BC eine sehr lang persistierende Lagune (Lagune von Oiniadai). Bereits ab dieser Zeit war die Insel Trikardo und damit die später auf ihr errichtete Stadt Oiniadi nur über eine Lagune zu erreichen und nicht über das offene Meer. Aus geoarchäologischer Sicht ist natürlich die Deltaentwicklung im Umfeld der antiken Hafenstadt Oiniadai von besonderem Interesse. Die Ergebnisse zeigen, dass zur Zeit der Nutzung des Nordhafens (5. bis 1. Jh. v. Chr.) mit seinen imposanten Schiffshäusern (Werften) Oiniadai an einer Lagune lag, die die Insel Trikardo von Norden und Süden umrahmte. Ein Arm des Acheloos zweigte im Osten nur unweit der Insel vom Hauptstrom ab und brachte größere Mengen Süßwasser bis in den Nordhafen. Die Frage, ob dieser Flussarm von Menschenhand erzeugt bzw. erhalten wurde, um die Hafenbucht offen zuhalten oder zu spülen, oder ob es sich um einen natürlichen Flussabzweig gehandelt hat, ist nicht zu beantworten. Die von MURRAY (1982) postulierte These eines Südhafens konnte widerlegt werden. Im Südosten der Insel konnte jedoch durch Funde aus unseren Bohrungen ein weiterer Hafenplatz belegt werden. Keramikfunde bezeugen, dass mindestens seit dem ausgehenden Helladikum Menschen im Südosten der Insel Trikardo gesiedelt und gewirtschaftet haben. Dieser Fund ergänzt die bisher nur spärlich vorhandenen Belege für eine helladische Besiedlung im Süden Akarnaniens und weist auf eine lange Besiedlungskontinuität der Insel Trikardo hin, die ausweislich weiterer Keramikfunde vermutlich bis in die römisch-byzantinische Epoche andauerte. Im Bereich der Lagune von Etoliko konnte die Plattformbohrung zusammen mit den Ergebnissen der umliegenden terrestrischen Bohrungen konnte belegen, dass seit etwa 4700 BC bei starkem Hochwasser episodisch Flusswasser in den See gelangt ist. Der fluviale Einfluss nimmt zu und es etabliert sich ein permanenter Zufluss in den See. Ab etwa 1200 BC überschreitet der Meeresspiegel die im Süden liegenden Schwelle und es entsteht die Lagune von Etoliko. Der Süden und Südwesten sind die jüngsten Bereiche des Acheloos-Deltas. Erst ab etwa 200 BC bringt der Fluss größere Sedimentmengen in das südliche Gebiet um die Inseln Skoupas, Taxiarchis und Koutsilaris. Ab etwa 500 AD erreicht der Deltavorbau den Westen der Insel Koutsilaris. Die angelieferten Sedimentmassen formen im Süden der Insel Skoupas einen Strandwall, der die Insel vom offenen Meer abtrennt. Dieser Mündungsarm und ein weiterer im Osten der Insel Taxiarchis liefern das Material, welches sukzessiv das noch heute existente akkretionäre Strandwallsystem aufbaut, das die Lagune von Mesolongi vom Golf von Patras trennt. Im Südwesten machen enorme Sedimentationsraten von 6,00 bis 28,00 m/ka die hohe Dynamik des Deltas deutlich“.
21.06.2013 18:32 H. Eikamp ist offline E-Mail an H. Eikamp senden Homepage von H. Eikamp Beiträge von H. Eikamp suchen Nehmen Sie H. Eikamp in Ihre Freundesliste auf MSN Passport-Profil von H. Eikamp anzeigen
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RE: Umleitung Archeloos-Fluss abermals gestoppt Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Weitere Infos zum Archeloos (und ein Foto der Episkopi-Brücke) finden Sie auch unter: [ http://de.wikipedia.org/wiki/Acheloos_(Fluss) ].

H. Eikamp hat dieses Bild (verkleinerte Version) angehängt:
326px-Kremasta_Lake_bridge.jpg

21.06.2013 18:43 H. Eikamp ist offline E-Mail an H. Eikamp senden Homepage von H. Eikamp Beiträge von H. Eikamp suchen Nehmen Sie H. Eikamp in Ihre Freundesliste auf MSN Passport-Profil von H. Eikamp anzeigen
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